Berechnungsgrundlage
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Um das Ausmass eines Lymphödems objektiv zu erfassen, sind präzise Umfangmessungen erforderlich. Nur so kann auch ein Erfolg oder Misserfolg respektive der Verlauf einer Therapie (MLD/KPE) beurteilt werden. Als Berechnungsgrundlage für die Volumenmessung dienen verschiedene Formeln, die wir nachfolgend aufführen.
Volumen Zylinder:
Bein und Arm gleichen der geometrischen Form eines Zylinders. Daher kann für die Volumenmessung von Extremitäten die mathematische Volumenformeln von Zylindern benutzt werden.

Volumen Zylinder mit 4cm Höhe:
Für einen «Beinabschnitt» oder «Armabschnitt» von 4cm Höhe lautet obige Formel wie folgt, indem h=4 gesetzt wird.

Volumen gesamte Extremität:
Um auf das Volumen der ganzen Extremität zu kommen, werden alle einzelnen 4cm-Zylinder zusammengerechnet. Die Summe aus allen 4cm-Zylindern ergibt also das Gesamtvolumen, welches annäherungsweise dem reellen Volumen der Extremität entspricht.
Bei folgender Formel entspricht U=1 dem ersten Messwert und U=X dem letzten Messwert.

Ödemvolumen in ml:
Das Ödemvolumen wird bestimmt, indem das Volumen der gesunden Extremität vom Volumen der kranken Extremität subtrahiert wird. So kann festgestellt werden, «wie viel ml» Ödem vorhanden ist.

Volumendifferenz in %:
Die Volumendifferenz kann relativ zum Volumen der gesunden (oder der schlankeren) Extremität in Prozent ausgerechnet werden. Dabei wird das Volumen der gesunden Extremität mit 100% gleichgesetzt.
Somit kann anschliessend die Aussage gemacht werden: «Das Volumen der kranken Extremität ist um X % grösser als das Volumen der gesunden Extremität.» oder «Das Volumen der dickeren Extremität ist um X % grösser als das Volumen der dünneren Extremität.»
